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Positive Psychologie – was kann man sich darunter vorstellen?

Wenn wir versuchen, das Adjektiv „glücklich“ ins Englische zu übersetzen, kommen uns automatisch zwei Begriffe in den Sinn, oder? Lucky (Glück haben) und happy (glücklich sein) – auf den ersten Blick mögen beide ein wenig unterschiedlich erscheinen, wenn wir sie aber näher betrachten, dann fällt schnell auf, dass Glück haben und glücklich sein, gar nicht so weit voneinander entfernt sind! Alles eine Frage des Blickwinkels.

Und genauso verhält es sich mit der Psychologie. Psychologie ist, wie du sicherlich weißt, ein wissenschaftliches Feld, welches sich insbesondere mit der Untersuchung von Problemen der Menschen beschäftigt – in der Interaktion mit anderen und in der Interaktion mit sich selbst.

Auf der Grundlage von empirischen Studien und Experimenten werden Verhaltensmuster und Auffälligkeiten bestimmt, die uns Menschen helfen sollen, bestimmte Situationen und Schicksalsschläge besser zu verstehen und/oder Lösungen für bestimmte Situationen zu finden. Vereinfacht gesagt: Psychologie hilft uns, Probleme zu verstehen und Probleme zu lösen, die im privaten oder beruflichen Leben auftauchen. Im Fokus der Forschung der (klassischen) Psychologie steht das Problem an sich und wie man es am besten behebt.

Auf der anderen Seite des Problems steht das Wohlbefinden (Ziel). Das Glücklichsein. Die Zufriedenheit. Also das Fehlen des Problems. Und genau hier kommt die Positive Psychologie ins Spiel. Während also die klassische Psychologie das Problem an sich in den Vordergrund stellt, beschäftigt sich die Positive Psychologie mit dem Zielergebnis, also einem zufriedenen, guten, glücklichen Leben.

Was ist aber ein gutes, glückliches und zufriedenes Leben? Ein Patentrezept gibt es nicht. Und gut ist nicht per se gut. Was gut für mich ist, muss nicht unbedingt für dich gut bedeuten. Alles eine Frage der Ausrichtung, des Blickwinkels, des Ziels und des Ergebnisses, welches wir anstreben.

Die Grundlagen der Positiven Psychologie reichen weit ins antike Zeitalter zu Aristoteles zurück, der sich mit den Fragestellungen eines glücklichen Lebens auseinandergesetzt hat, und sich insbesondere auf Tugenden und Charakterstärken bezogen und in ihrer Verbindung den Schlüssel zum Glücklichsein gesehen hat. Zugegeben, Positive Psychologie liegt nahe an der Philosophie und versucht, eine Brücke vom „gesunden Menschenverstand“ zur „Empirik“ zu schlagen – ausgehend von dem (positiven) Ergebnis, nicht wie die klassische Psychologie von dem (negativen) Problem.

Die empirische Forschung im Bereich der Positiven Psychologie verstärkte sich überwiegend ab Ende der 90er-Jahre durch den Psychologen Martin Seligman, der bei der American Psychological Assoziation einen Ausgleich in der Forschung von negativen und positiven Aspekten des Lebens forderte. Erstmals tauchte der Begriff der Positiven Psychologie jedoch schon Ende der 50er-Jahre auf, bei Abraham Maslow. Bis 2013 wurden mehr als 700 empirische Artikel zu diesem Thema publiziert und knapp 600 nicht-empirische, wobei die meisten davon aus dem englischsprachigen Raum stammen. Tendenz steigend.

Ich selbst beschäftige mich bereits seit mehr als 3 Jahren mit diesem Thema und baue darauf auch meine Coaching-Programme auf. Positive Psychologie kann enorm helfen, eine berufliche Erfüllung zu finden. Darüber werde ich dich gerne regelmäßig informieren.

Aber jetzt wieder zurück zu meinem Beispiel vom Anfang und zurück zu dir: Bist du „Lucky“ oder „Happy“? Wie siehst du dich selbst? Lasst uns doch gerne mal philosophieren 🙂

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