Frau am Schreibtisch, die Dehnübungen durchführt.

Positive Psychologie als Prophylaxe gegen Burn-out

Resilienz am Arbeitsplatz: Wie Positive Psychologie vor Burn-out schützt

Die Positive Psychologie befasst sich, wie der Name sagt, mit den Dingen des Lebens, die glücklich machen. Erste Gedankengänge gab es bereits 1945, kurz nach dem 2. Weltkrieg, nicht zuletzt, weil dies eine Zeit der seelischen Belastungen war.

Die Jahre vergingen und 1998 war es der US-Psychologie Martin Seligmann, der das Modell neu erfand und sich weiterhin mit den Wegen des Glücks befasste.

An dieser Stelle kannst du vielleicht schon einen Zusammenhang zwischen Burn-out und der Positiven Psychologie erkennen. Hier stehen sich die Gegensätze gegenüber. Wo Trauer und Unglück herrscht, braucht es Glück und den Wunsch, wieder positiv denken zu können. Ist dies wieder möglich, kann nicht nur das Burn-out und die Depression überwunden werden, sondern auch die Resilienz, die Widerstandskraft am Arbeitsplatz, kann gefördert werden.

An dieser Stelle verbirgt sich keine pure Theorie, sondern die Umsetzung in die Praxis ist bereits erfolgt. Ganz gleich, ob du als Angestellter oder Vorgesetzter tätig bist: Die Vorteile kannst du in jeder Berufspraxis für dich nutzen.

Die Positive Psychologie blickt auf eine lange Forschung zurück. Wie es zur Entwicklung und der weiteren Ausarbeitung kam, kannst du hier erfahren!

Die Anzeichen des Burn-outs

Ein Burn-out kann jeden treffen. Es ist wichtig, dass du das weißt, auch wenn du ein Mensch bist, der eigentlich gar nicht zu einer solchen Stimmung neigt. Es gibt immer Veränderungen im Leben, die plötzlich und völlig unerwartet kommen und dich in einen Kreislauf ziehen können, den du viel zu spät bemerkst.

Gründe für das Auftreten eines Burn-outs gibt es viele. So kann es z. B. anhaltender Stress (über Jahre), Trauerfälle o. Ä. sein.

Und dennoch wirst du dir vielleicht die Frage stellen, ob das, was du fühlst, jetzt oder in der Vergangenheit, ein Stück weit mit einer Depression in Verbindung stehen kann. Daher ist es wichtig, dass du auf diese Anzeichen achtest, um rechtzeitig reagieren zu können.

 

1. Allgemeine Erschöpfung
Es ist natürlich normal, dass nicht jeder Tag ist, wie der andere. Du darfst ab und an müde sein. In dem Fall ruhst du dich aus und am nächsten Morgen, oder spätestens nach ein paar Tagen, bist du wieder fit.

Doch was, wenn sich dieser Aufschwung nicht einstellt? Hier solltest du genau hinschauen und dich fragen, was der Grund sein könnte. Hat sich dein Arbeitspensum wirklich verstärkt, was ein solches Gefühl rechtfertigen würde, oder ist es etwas anderes?

In den meisten Fällen ist es so, dass bereits kleine Aufgaben kaum noch zu bewältigen sind. Selbst Dinge im privaten Bereich gehören dazu und die negativen Gefühle sind nicht nur auf die Arbeit beschränkt.

 

2. Gefühl der Leere
Neugierde hat in dieser Phase keinen Platz mehr. Dich scheint nichts mehr zu interessieren und auch die Motivation lässt völlig nach. Warum morgens noch aufstehen? Du weißt es nicht und würdest am liebsten den ganzen Tag im Bett bleiben. Selbst Treffen mit Freunden scheinen dich nicht mehr zu interessieren und jegliche Freude scheint aus deinem Leben verschwunden zu sein.

 

3. Soziale Kontakte nehmen ab
Wie schon gerade kurz angedeutet, nimmt dein soziales Umfeld ab. Du möchtest nichts mehr mit der Familie unternehmen und auch Freunde scheinen keinen Platz mehr in deinem Leben zu haben. Gespräche erreichen dich nicht mehr und du möchtest einfach nur allein sein. Du hast keine Kraft mehr, dich auf Kommunikationen einzulassen, und schiebst es immer wieder von dir.

 

4. Ständige Gereiztheit
Nichts scheint mehr zu funktionieren und selbst die kleinsten Dinge machen dich wütend. Manchmal reicht nur ein falsches Wort und du reagierst schon aufbrausend. Du machst in diesem Fall auch keinen Unterschied zwischen Familie, Freunde oder Kollegen. Leider bist du nicht mehr in der Lage, deine Gereiztheit in den Griff zu bekommen. Du spürst es selbst, kannst es aber nicht ändern.

 

5. Körperliche Beschwerden
Mit der Zeit merkst du auch, dass du nicht mehr schlafen kannst. Aber du entwickelst auch noch andere Symptome, wie z. B. Herzrasen, immer wieder Kopfschmerzen oder Nackenverspannungen. Je länger deine negativen Gefühle anhalten, desto mehr werden sich derlei Anzeichen auch verstärken und deinen Alltag beeinträchtigen.

Mit Positiver Psychologie durch das Leben

Nun kennst du die Anzeichen. Eines solltest du wissen: Selbst, wenn du das eine oder andere bei dir bemerkst, heißt es nicht, dass du sofort in einen Burn-out rutschst. Umso wichtiger ist es, dass du genau hinsiehst und rechtzeitig Maßnahmen ergreifst. Denn du kannst mithilfe der Positiven Psychologie einer so negativen Entwicklung, die besonders am Arbeitsplatz schnell Folgen haben kann, entgegenwirken.

 

1. Veränderung: Sei dankbar
Dankbarkeit ist wichtig und es kann dir helfen, wenn du dies auch bei den kleinen Dingen immer wieder versuchst. Dein Kollege hat dir einen Kaffee gebracht, oder dir nimmt jemand einen Gang zum Kopierer ab? Das ist wunderbar und schon hier verbirgt sich etwas Positives, das du unbedingt auch so erkennen solltest.

Du kannst dir derlei Dinge auch aufschreiben und am Abend immer wieder durchlesen. So merkst du, dass dein Tag gar nicht so schlecht war, wie du es vielleicht denkst.

 

2. Veränderung: Beziehungen pflegen
Es ist wichtig, dass du deine Beziehungen pflegst. Hierbei geht es nicht nur um deine Partnerschaft, sondern auch um Freunde und Kollegen, die dir sehr wichtig sind. Du wirst merken, wie schnell sich das positiv auf dein Leben und dein Denken auswirken kann. Es muss dabei auch nicht immer viel Zeit aufgewendet werden, denn es reicht schon ein liebes Wort.

 

3. Veränderung: Achtsamkeit üben
Wie oft gehst du wirklich achtsam durch das Leben? Wenn du genauer darüber nachdenkst, passiert das gar nicht so oft, wenn überhaupt. Versuche, dies in deinen Alltag einzubauen und natürlich auch im Büro anzuwenden. Du wirst schnell merken, dass sich an jeder Ecke etwas Gutes verbirgt, was du nebenbei gar nicht mitbekommen hättest.

Es braucht ein wenig Übung, keine Frage, aber mit der Zeit wird es dir gelingen.

 

4. Veränderung: Mehr lachen
Sicherlich ist dir nicht immer zum Lachen zumute, das heißt aber nicht, dass du gänzlich darauf verzichten musst. Versuche einfach, etwas mehr Humor oder wenigstens ein Lächeln in den Alltag zu integrieren. Auf diese Weise kannst du es auch im Job anwenden und wirst schnell spüren, dass dir die Arbeit viel leichter von der Hand geht. Ganz nebenbei kannst du auch noch Stress auf diese Weise reduzieren, weil du dich einfach besser fühlst und Glückshormone ausgeschüttet werden.

Ein wenig Humor passt überall und wenn es nur ein freundliches Lächeln ist!

 

5. Veränderung: Schaue positive Nachrichten
Es ist erwiesen, dass wir traurige Sendungen oder Filme schauen, wenn es uns nicht gut geht. Sie ziehen magisch an, auch wenn es gar nicht gewünscht ist.

Wenn dich ein solches Gefühl überkommt, wechsle das Programm und schalte lieber zu etwas Lustigem. Das kann eine Serie, ein Film oder auch eine Show sein, die dich einfach zum Lachen bringt. Du kannst dir auch deinen Lieblingsfilm anschauen, wenn er nicht zu traurig ist und dich noch mehr herunterzieht.

Du magst gar kein TV schauen? Das ist auch kein Problem, dann kannst du auch ein Buch lesen, das dich auf andere Gedanken bringt und bei dem du so richtig lachen kannst. Wie du den Punkt der positiven Medien erfüllst, liegt ganz bei dir.

Glück ist ein hohes Gut, das jeder Mensch verdient hat und auch jeder bekommen kann. Noch mehr darüber kannst du hier erfahren!

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